Siedlung Clarenberg

Siedlung Klarenberg

Clarenberg ist eine Ortslage in Dortmund südlich des Stadtteils Hörde. Der namensgebende Clarenberg bezeichnet das Kloster Clarenberg und die Zeche Clarenberg.

Auf dem Gelände der Kolonie Neuer Clarenberg entstand von 1969 bis 1973 eine Großwohnsiedlung. Insgesamt entstanden 25 vier- bis 17-geschossige Gebäude mit insgesamt 1069 Wohnungen auf dem Areal von ca. 8 ha. Heute leben hier rund 3200 Menschen in unmittelbarer Nähe des Stadtteilzentrums Hörde, etwa 5 km südöstlich der Dortmunder Innenstadt. Errichtet wurde der Clarenberg hauptsächlich von der VEBA Wohnstätten AG (934 Wohnungen). Der Hörder Wohnungsgenossenschaft gws gehören 60 Wohnungen, der Rest befindet sich in Privatbesitz. Nach Abschaffung der Wohnungsgemeinnützigkeit zogen sich die VEBA-Wohnungsgesellschaften aus dem Sozialen Wohnungsbau und aus einkommensschwachen Stadtteilen zurück. Die HörderRuhr-Lippe Wohnungsgesellschaft, die zu je 50 Prozent der landeseigenen LEG Wohnen NRW und der Deutschen Rentenversicherung Westfalen gehört, erwarb 1992 die VEBA-Wohnungen.

Knapp 30 Jahre nach ihrer Errichtung wies die Siedlung erhebliche bauliche Mängel in den Bereichen Wohnen und Wohnumfeld auf. Hinzu kamen soziale Probleme u.a. bedingt durch eine hohe Anzahl an Kindern und Jugendlichen mit Sozialhilfebezug. Aus diesen Gründen entstand Mitte der 1990er Jahre die Planung zur Erneuerung der Siedlung. In den Jahren 1996 und 1997 ergingen Ratsbeschlüsse, die Siedlung in das Landesprogramm „Soziale Stadt NRW“ aufzunehmen. 1998 begannen die Arbeiten. Die Gebäude wurden mit einer Wärmedämmung und einem neuen farblichen Konzept versehen.

Die Hausnummern sind zum Teil bis zu 8 m hoch, künstlerisch gestaltet und vor den Gebäuden angebracht. Sehr großer Wert wurde auf die Verbesserung des Umfeldes gelegt. Freiräume und Spielplätze wurden neu gestaltet. Die Häuser und die Tiefgaragen wurden mit einer Videoüberwachung versehen, und in den Eingangsbereichen ist rund um die Uhr ein Hausservice (Concierge) für die Bewohner da. Zudem wurden weitere Anlaufstellen für die Bewohner geschaffen. Ein Nachbarschaftstreff wurde eingerichtet, ebenso wie Jugendhilfemaßnahmen sowie verschiedene Maßnahmen, um die Bewohner in ihre Siedlung zu integrieren. Es gab gemeinsame Pflanzaktionen in den Grünanlagen und eine Weihnachtsfeier für die ehrenamtlich tätigen Helfer. Auch ein Second-Hand-Laden wurde eröffnet. Betreut werden diese Einrichtungen durch die AWO, die Diakonie und die dobeq in Dortmund.

Seit 2006 gehört die Siedlung Clarenberg nicht mehr zum Programmgebiet der „Sozialen Stadt NRW“ und erhält somit auch keine Fördergelder mehr.

Die Ruhr-Lippe Wohnungsgesellschaft wurde 2008 zusammen mit den anderen Beteiligungsgesellschaften der LEG NRW an eine Gruppe von Fondsgesellschaften unter dem Dach der amerikanischen Whitehall verkauft. Zwei Jahre später ging sie in der LEG NRW auf. Kritiker des Verkaufs befürchten, dass besonders Großwohnanlagen – wie der Clarenberg – unter unzureichenden Investitionen leiden werden.

Text: Wikipedia
Bild: Von Marku1988 – Eigenes Werk, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4080986

Marco

Online Marketing Experte bei visualtektur
Seit 2004 wohne und arbeite ich in Dortmund Hörde und fühle mich hier sehr wohl! Meine Leidenschaft ist es "kleine" Menschen/Unternehmen/Orte (wie Hörde) ganz groß rauszubringen...

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