Die „Lutherkirche“ in Hörde

Kommen Sie, besuchen Sie die Lutherkirche – auch außerhalb der Gottesdienste! Einfach mal innehalten und ausspannen vom hektischen Alltag.

Die Lutherkirche in Hörde wurde ca. 1883, Provisorische Grundsteinlegung am 10. November zum Gedenken an Martin Luthers Geburt vor damals 500 Jahren, bis 1889 nach den Plänen des Essener Architekten Peter Zindel errichtet. Am 4. April 1889 wurde die Kirche mit einem Festgottesdienst eröffnet. Es war die erste vollendete protestantische Kirche unter Kaiser Wilhelm II.. Zur Einweihung stiftete dieser als Oberhaupt der evangelischen Kirchen in Preußen eine noch heute erhaltene Kopie des Gemäldes „Beweinung Christi“ von Anton van Dyck.

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Auch wenn die äußerlich mittelalterliche Architektur der Kirche dem neugotischen Stil folgte, war doch der innere Kirchbau mit den Emporen und der Kanzel ganz und gar zeitgenössisch protestantisch. Im zweiten Weltkrieg wurde die Lutherkirche, durch einen Bombenangriff am 12. März 1945, fast völlig zerstört. Wenige Wochen vor Ende des 2. Weltkrieges, war am 12. März 1945 zwischen 16.24 Uhr und 17.07 Uhr der gewaltigste Luftangriff auf Dortmund geflogen worden. Die Lutherkirche der Ev. Kirchengemeinde Hörde versank dabei in Schutt und Asche, nur wenige Grundmauern und der Turm blieben stehen. Wie im Eck zwischen Semerteichstraße und Kanzlerstraße wieder eine Kirche entstehen sollte, sprengte damals die Vorstellungskraft vieler. Es wurde aufgeräumt, Steine gepickt und unbrauchbare aussortiert, Holzbalken gesichert die zum Wiederaufbau geeignet waren. Holzreste wanderten nicht in den Müll, sondern wurden dankbar angenommen für Ofen und Herd. Während die Männer schufteten, engagierten sich die Frauen nicht minder, sie sorgten dafür, dass der Wiederaufbau auch finanziell gestemmt werden konnte. Monat für Monat gingen sie von Haus zu Haus und baten bei den Gemeindegliedern um Spenden. Und das war eine mühsame Arbeit, doch jeder Pfennig und jeder Groschen sorgten bis zur Kassenabrechnung des Kirchbauvereins dafür, dass über 54 000 Mark zusammenkamen. Jedoch wurde das Innere von 1952, Beginn des Wiederaufbaus, bis 1954 unter dem Architekten Heinz Dahlbüdding, vereinfacht wieder errichtet. Der Festgottesdienst zur Wiedereinweihung der Lutherkirche fand am ersten Advent 1954 statt. Aus dieser Zeit stammt auch die, nach Entwürfen des Lünener Glasmalers Wilhelm Rengshausen, gefertigte Farbverglasung. Die im Einklang mit Raum und Fensterrosette von Architekt Dahlbüdding konzipierte Schleifladenorgel wurde 1962 von der Lübecker Orgelbaufirma Kemper erbaut.

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Wer mal an einem „Historischen Rundgang“ teilnehmen möchte wird vieles über die Kirche erfahren; im Turmraum hängt einer von zwei bronzenen Kronleuchtern, die in der alten evangelischen Kirche in Hörde als Beleuchtung dienten. Sie kamen 1707 nach Hörde: einer von ihnen hat jetzt seinen Platz in dem nach alten Farbproben restaurierten Turmraum gefunden. Oder im südliche Seitenschiff fällt der Blick auf eine Tafel mit Daten zur Geschichte der Kirche; davor steht die restaurierte alte  Turmuhr, die durch eine moderne computergesteuerte Uhr ersetzt wurde. Die bunten Glasfenster im nördlichen und südlichen Querschiff erzählen biblische Geschichten des Alten und Neuen Testaments und das Glaubensbekenntnis.

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Und in einer Vitrine befindet sich eine Altarbibel, die 1703 in Nürnberg gedruckt wurde und ursprünglich in der alten Hörder Kirche zum gottesdienstlichen Gebrauch bestimmt war. Im Geiste des Naturschutz beherbergt die Kirche seit vielen Jahren in ihrem 72 Meter hohen Turm Wanderfalken und Turmfalken, unter regelmäßiger Beobachtung des Falkenexperten Reinhard Wohlgemuth. Im Jahr 2009 erhielt die Kirchengemeinde vom NABU (Naturschutzbund Deutschland) das Zertifikat „Lebensraum Kirchturm“. Ende November 2014 sollte eigentlich ein Doppeljubiläum gefeiert werden, 60 und 125 Jahre Lutherkirche, jedoch ließ der seinerzeitige Bombenfund auf dem WILO-Gelände und die genau an dem Tag stattfindende Entschärfung das Ereignis in den Hintergrund rutschen.

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INFO

Die Lutherkirche ist „Offene Kirche” zu folgenden Zeiten:
Freitag: 10.30 Uhr – 12.30 Uhr

Kommen Sie, besuchen Sie die Lutherkirche – auch außerhalb der Gottesdienste! Einfach innehalten, ausspannen vom hektischen Alltag, meditieren, beten oder per Info-Flyer einen historischen Rundgang durch den Kirchraum machen. Die ehrenamtlichen Gastgeber und Gastgeberinnen der „Offenen Kirche“ stehen für Informationen gerne bereit. Da die Lutherkirche auch eingetragene Pilgerkirche ist, können Sie bei uns auch einen Pilgerstempel erhalten!
Wegen einer Kirchenführung melden Sie sich bitte bei
Pfarrerin Susanne Schröder-Nowak – Tel.: 02 31-20 64 58 96

Jürgen

Jürgen

Beamter, Redakteur, Fotojournalist, Fotograf und Hörder bei Augen-Blicke Photos by J. Hüsmert
... mmhhhh über mir? Also es könnte evtl. wat längeres werden. 1957 geboren, naja Schule und sowat isja klar woll? Mit 6 vonne Elterns die erste Knipse bekommen, Plastik - im VW-Käfer hinten gelegen, am Strand - Nordsee - war sehr warm - also geschmolzen. Aber die paar Tage hatten gereicht um den Virus in meinen Kopp einzubringen. Jahre später kam ich in die Ausbildung, erstes Geld - gespart und dann nach Foto Porst - meine erste Spiegelreflex gekauft. Und ab die Post - knipseknipseknipse. War aber nicht so dolle und deshalb kam dann irgendwann eine "Yashica FR I". Die Jahre vergingen, Autos waren mir sehr wichtig, nee sind'se heute noch - nur nicht mehr soviel Hubraum - Frauen kamen und gingen, eine blieb hängen - ist immer noch da und das schon seit 1987 mit Ring. Tochter kam 1992 dazu und ich habe immer irgendwie geknipst. Bis Ende 2010, da habe ich mir die erste digitale Spiegelreflex zugelegt, eine SONY alpha 550 kurz danach ein Modellwechsel zu a77 und dann zur a99 Vollformat. Als BackUp die a6000, da die a57 nun meine Tochter nutzt. Reichlich Gläser und Kleinkram dazu. Und heute nehme ich mir viel Zeit bevor eine Aufnahme entsteht und das nennt man dann "Fotografieren", hinstellen durch den Sucher schauen und auslösen nennt man "knipsen". Dieses Hobby betreibe ich nun seit über 50 Jahren, mit kleineren und auch größeren Pausen und hin und wieder gehe ich mal angeln - so um mal etwas zu "chillen" - ein Scheißwort ist das als Umschreibung für das gute deutsche ausruhen!!!! Beruflich bin ich, nachdem ich zwei Ausbildungen als Großhandels- und EDV-Kaufmann hinter mich gebracht habe, mal verbeamtet worden. Auch so ein Krampfausdruck. Wenn alles gut geht gehe ich 09/2020 "vorzeitig" in Pension und dann rockt endlich wieder der Bär. Hoffentlich!!!!! Nebenberuf habe ich ganz vergessen; weil ich doch irgendwie mein Hobby das Fotografieren bezahlen musste habe ich einen Nebenjob angenommen und arbeite als freier Fotojournalist, u. a. für ein Dortmunder Regionalmagazin. Ich habe dabei einen Riesenspaß und bekomme den auch noch bezahlt. Wenn ich nicht schon, altersmäßig so Fortgeschritten wäre würde ich doch glatt noch umsatteln. So, nun wißt ihr ein wenig (ist doch länger geworden) über mich.

Ich komm aussem Pott, dat is da woste die Meinung mitten im Gesicht geklatscht krist.
Jürgen

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