Imkerei am Phoenixsee oder Honig von der Schwerindustrie?

Esther Saalmann, 42 Jahre alt, von Beruf OP-Schwester und Inhaberin der „Imkerei am Phoenixsee“ berichtet wie und ganz besonders warum sie sich für dieses ungewöhnliche Hobby entschied. Der Wunsch nach Bienen entstand bereits 2010, eigentlich nur weil die Obstbäume auf dem Grundstück mehr Blätter als Früchte hervorbrachten. Eine Zeitlang dauerte es noch bis der Wunsch […]

Esther Saalmann, 42 Jahre alt, von Beruf OP-Schwester und Inhaberin der „Imkerei am Phoenixsee“ berichtet wie und ganz besonders warum sie sich für dieses ungewöhnliche Hobby entschied. Der Wunsch nach Bienen entstand bereits 2010, eigentlich nur weil die Obstbäume auf dem Grundstück mehr Blätter als Früchte hervorbrachten. Eine Zeitlang dauerte es noch bis der Wunsch nach Obst, immer größer werdend, dann die Idee „wir brauchen Bienenvölker im Garten“ vorantrieb und es Esther, im Jahre 2013, auf den Honigmarkt an der Reinoldikirche zog. Dort waren Imkervereine vor Ort und sie versuchte in Sachen „Bienen“ an Informationen zu kommen und knüpfte erste Kontakte. Dann im März des folgenden Jahres eine erste richtige Kontaktaufnahme zu dem Hörder Imkerverein in der Kleingartenanlage an der Hundewiese. Einer der Vereinsimker fand die Idee Bienenvölker als Unterstützung für die Obstbäume gut und bot ihr an „Bienen stellen wir ihnen hin, der Rest ist dann aber ihre Sache“. Ja so kam es zu der ersten Imkerei am Phoenixsee in Hörde; mittenmang drin im ehemaligen Gebiet der Schwerindustrie sammeln nun die Bienchen Pollen für den Honig. Nun erst Recht, mit den ersten drei Bienenvölkern reifte der Entschluss „Bienenweidefachberaterin“ (BWB) zu werden. Aber ohne Imkerin gelernt zu haben ging das nicht. Also ein Schritt neben dem Anderen, an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) erlernte Esther das Imkern während sie gleichzeitig beim Landesverband Westfälisch Lippischer Imker e. V. die Ausbildung zur Bienenweidefachberaterin antrat. Und das alles als Hobby neben dem Beruf der OP-Schwester. Die Tätigkeit eines Imkers ist den meisten Menschen bekannt und braucht sicher nicht großartig beschrieben werden, aber die Tätigkeit der Bienenweidefachberaterin dürfte bei Vielen Fragen aufkommen lassen.

Deshalb war es der Wunsch von Esther Saalmann einmal diese Tätigkeit der breiten Öffentlichkeit vorzustellen und damit vielleicht nicht nur den Wunsch nach Honig und Met zu verstärken sondern eventuell auch die Neugierde auf Bienen und dem ganzen drumrum zu wecken. Übrigens, Met und Honig bekommt man bei Esther Saalmann wirklich. Der Landesverband Westfälisch Lippischer Imker e.V. bildet aus dem Kreise seiner Mitglieder diese Fachberater mit großem Engagement, derzeit, exklusiv für NRW aus. Die Bienenweidefachberater beraten unter anderem auf kommunaler Ebene, aber auch Landwirte und Privatpersonen zur Gestaltung bestäuberfreundlicher Lebensräume. Die Berater kennen sich mit Nistplätzen/ -hilfen, den Tieren und den entsprechenden Pflanzen sowie deren Ansprüchen aus und stellen entsprechende Informationen für konkrete Projekte zur Verfügung, oder vermitteln Kontakte zu Fachleuten. Aber auch Privatpersonen können durch den Kauf lokaler Erzeugnisse der biologischen Landwirtschaft, den Verzicht auf Insektizide und anderen Pflanzenschutzmittel, auch mit ein wenig „Unordnung“ im Garten und angepasster Bodenbearbeitung, Dachbegrünung und der Unterstützung von örtlichen Imkern etwas auf die Beine stellen. Durch die Einflussnahme auf die kommunale Politik kann wirklich jeder für die Bienen, Schmetterlinge, andere Bestäuber, Vögel, und letztlich auch für sich selbst etwas tun.

Die hierzulande bekannteste Biene ist die westliche Honigbiene (Apis mellifera), von Imkern gehegt und gepflegt. Aber die mehr als 550, zumeist solitär lebenden Wildbienenarten in Deutschland, zu deren bekanntesten Vertretern die Hummeln gehören, haben niemanden der sie umsorgt und sich um ihre Gesundheit, Unterkunft und Verpflegung kümmert. Daher ist ungefähr die Hälfte dieser Arten in Deutschland vom Aussterben bedroht. Ihnen fehlt es an Nahrungsangeboten, Nistmöglichkeiten, Nistmaterialien, Schlafplätzen und der passenden Paarungsumgebung. Wenn vom Bienensterben die Rede ist, sind sie viel mehr betroffen als die in imkerlicher Obhut lebende Honigbiene. Nicht nur uns Menschen fehlen die Blütenparadiese, diese großen zusammenhängende natürlich gewachsenen Wiesen und Blühflächen. Zahlreiche Tiere, darunter die Bienen, unsere wichtigsten bestäubenden Insekten, Schmetterlinge, Vögel u.a. leiden extrem unter dem Verlust ihrer Nahrungsgrundlagen und Nisthabitate.

Im zweiten Teil, demnächst, mehr zu der Berufung des Bienenweidefachberaters, den Bienchen  und Esther Saalmann’s Imkerei.

kontakt@hobby-imkerei.com

 

Jürgen

Jürgen

Beamter, Redakteur, Fotojournalist, Fotograf und Hörder bei Augen-Blicke Photos by J. Hüsmert
... mmhhhh über mir? Also es könnte evtl. wat längeres werden. 1957 geboren, naja Schule und sowat isja klar woll? Mit 6 vonne Elterns die erste Knipse bekommen, Plastik - im VW-Käfer hinten gelegen, am Strand - Nordsee - war sehr warm - also geschmolzen. Aber die paar Tage hatten gereicht um den Virus in meinen Kopp einzubringen. Jahre später kam ich in die Ausbildung, erstes Geld - gespart und dann nach Foto Porst - meine erste Spiegelreflex gekauft. Und ab die Post - knipseknipseknipse. War aber nicht so dolle und deshalb kam dann irgendwann eine "Yashica FR I". Die Jahre vergingen, Autos waren mir sehr wichtig, nee sind'se heute noch - nur nicht mehr soviel Hubraum - Frauen kamen und gingen, eine blieb hängen - ist immer noch da und das schon seit 1987 mit Ring. Tochter kam 1992 dazu und ich habe immer irgendwie geknipst. Bis Ende 2010, da habe ich mir die erste digitale Spiegelreflex zugelegt, eine SONY alpha 550 kurz danach ein Modellwechsel zu a77 und dann zur a99 Vollformat. Als BackUp die a6000, da die a57 nun meine Tochter nutzt. Reichlich Gläser und Kleinkram dazu. Und heute nehme ich mir viel Zeit bevor eine Aufnahme entsteht und das nennt man dann "Fotografieren", hinstellen durch den Sucher schauen und auslösen nennt man "knipsen". Dieses Hobby betreibe ich nun seit über 50 Jahren, mit kleineren und auch größeren Pausen und hin und wieder gehe ich mal angeln - so um mal etwas zu "chillen" - ein Scheißwort ist das als Umschreibung für das gute deutsche ausruhen!!!! Beruflich bin ich, nachdem ich zwei Ausbildungen als Großhandels- und EDV-Kaufmann hinter mich gebracht habe, mal verbeamtet worden. Auch so ein Krampfausdruck. Wenn alles gut geht gehe ich 09/2020 "vorzeitig" in Pension und dann rockt endlich wieder der Bär. Hoffentlich!!!!! Nebenberuf habe ich ganz vergessen; weil ich doch irgendwie mein Hobby das Fotografieren bezahlen musste habe ich einen Nebenjob angenommen und arbeite als freier Fotojournalist, u. a. für ein Dortmunder Regionalmagazin. Ich habe dabei einen Riesenspaß und bekomme den auch noch bezahlt. Wenn ich nicht schon, altersmäßig so Fortgeschritten wäre würde ich doch glatt noch umsatteln. So, nun wißt ihr ein wenig (ist doch länger geworden) über mich.

Ich komm aussem Pott, dat is da woste die Meinung mitten im Gesicht geklatscht krist.
Jürgen

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