Mysteriöse Steingutflaschen im Heimatmuseum

Original Steinzeugflaschen, abgefüllt mit feinem, mildwürzigen Weihnachtsbier der Dortmunder Stiftsbrauerei

Kürzlich erhielt der Hörder Heimatverein eine Rarität aus der Hörder Braugeschichte – drei Flaschen Stifts-Weihnachtsbier in Steingutflaschen.

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Die Flaschen sind tatsächlich noch voll und teils original versiegelt. Sie stammen aus einer Zeit, als noch kein Haltbarkeitsdatum aufgedruckt wurde. In Steingutflaschen ließ die Stiftsbrauerei nur gelegentlich Spezialbiere, wie „Doppel-Bock“ und „Weihnachtsbier“, abfüllen. Auf dem Porzellankappen sollten eigentlich die Stiftsmönche abgebildet sein. Stattdessen befindet sich dort ein blaues Wappen, das eine Abfüllung in Bayern vermuten lässt, wo Weihnachtsbiere und andere Spezialbiere häufiger gebraut wurden. Ein Brauereiexperte konnte bei der Datierung des Weihnachtsbiers nicht direkt helfen. Er meinte aber, man könne das versiegelte Bier unbesorgt probieren. Von „genießen“ sprach er nicht. Auch könne man heute noch Analysen über die Zusammensetzung erstellen und das Bier nachbrauen. Weihnachtsbiere werden allgemein dunkler und in anderer Würze als Pils und Export hergestellt. Ein ganz anders, aber besonderes Hörder Produkt war die Edelmarke „Stiftsherren-Pils“. Ende Dezember 2015 wurden etliche Leser einer großen Tageszeitung mit der Bitte, den Vorstandmitgliedern des Hörder Heimatvereins Informationen zu den übergebenen mysteriösen Steingutflaschen „Weihnachtsbier“ zukommen zu lassen, zu Nachforschungen motiviert. Schnell, denn die ersten Informationen gingen zügig per Mail und Fax ein, wurde klar, dass das im Besitz des Museums befindliche Weihnachtsbier tatsächlich etwas Besonderes ist. Es wurde von der Hörder Stiftsbrauerei nur an gute Kunden und ein ausgewähltes Klientel abgegeben. Gerd Martinschledde lieferte den aufklärenden Text, der auf dem Zertifikat zum speziellen Weihnachtsbier abgedruckt ist: „Diese original Steinzeugflaschen, abgefüllt mit feinem, mildwürzigen Weihnachtsbier, sind eine Edition der Dortmunder Stiftsbrauerei, die zum Weihnachtsfest 1987 aufgelegt wurde. Diese wohlschmeckende Kostbarkeit überreichen wir Ihnen als Gruß unseres Hauses und verbinden gleichzeitig damit die besten Wünsche für ein frohes Weihnachtsfest 1987.“ Ein Leser erfuhr von einem Verwandten, der in der Stifsbrauerei einst tätig war, dass das Hörder Bier damals in Tanks nach Bayern gebracht wurde, weil nur dort die Abfüllanlagen für das Spezialbier in urige Steinguflaschen vorhanden waren. Der ehemalige Mitarbeiter berichtete auch von einem anderen Kuriosum der Stiftsbrauerei, die aus Anlass der Einweihung einer neuen Sudpfanne Glasflaschen in Form einer Sudpfanne herstellen und mit Sherry füllen ließ. Das waren noch die goldenen Zeiten der Hörder Braugeschichte.

Regelmäßige Öffnung des Museums

am 1. Donnerstag im Monat

          von 15:00 bis 18:00 Uhr

Jürgen

Jürgen

Beamter, Redakteur, Fotojournalist, Fotograf und Hörder bei Augen-Blicke Photos by J. Hüsmert
... mmhhhh über mir? Also es könnte evtl. wat längeres werden. 1957 geboren, naja Schule und sowat isja klar woll? Mit 6 vonne Elterns die erste Knipse bekommen, Plastik - im VW-Käfer hinten gelegen, am Strand - Nordsee - war sehr warm - also geschmolzen. Aber die paar Tage hatten gereicht um den Virus in meinen Kopp einzubringen. Jahre später kam ich in die Ausbildung, erstes Geld - gespart und dann nach Foto Porst - meine erste Spiegelreflex gekauft. Und ab die Post - knipseknipseknipse. War aber nicht so dolle und deshalb kam dann irgendwann eine "Yashica FR I". Die Jahre vergingen, Autos waren mir sehr wichtig, nee sind'se heute noch - nur nicht mehr soviel Hubraum - Frauen kamen und gingen, eine blieb hängen - ist immer noch da und das schon seit 1987 mit Ring. Tochter kam 1992 dazu und ich habe immer irgendwie geknipst. Bis Ende 2010, da habe ich mir die erste digitale Spiegelreflex zugelegt, eine SONY alpha 550 kurz danach ein Modellwechsel zu a77 und dann zur a99 Vollformat. Als BackUp die a6000, da die a57 nun meine Tochter nutzt. Reichlich Gläser und Kleinkram dazu. Und heute nehme ich mir viel Zeit bevor eine Aufnahme entsteht und das nennt man dann "Fotografieren", hinstellen durch den Sucher schauen und auslösen nennt man "knipsen". Dieses Hobby betreibe ich nun seit über 50 Jahren, mit kleineren und auch größeren Pausen und hin und wieder gehe ich mal angeln - so um mal etwas zu "chillen" - ein Scheißwort ist das als Umschreibung für das gute deutsche ausruhen!!!! Beruflich bin ich, nachdem ich zwei Ausbildungen als Großhandels- und EDV-Kaufmann hinter mich gebracht habe, mal verbeamtet worden. Auch so ein Krampfausdruck. Wenn alles gut geht gehe ich 09/2020 "vorzeitig" in Pension und dann rockt endlich wieder der Bär. Hoffentlich!!!!! Nebenberuf habe ich ganz vergessen; weil ich doch irgendwie mein Hobby das Fotografieren bezahlen musste habe ich einen Nebenjob angenommen und arbeite als freier Fotojournalist, u. a. für ein Dortmunder Regionalmagazin. Ich habe dabei einen Riesenspaß und bekomme den auch noch bezahlt. Wenn ich nicht schon, altersmäßig so Fortgeschritten wäre würde ich doch glatt noch umsatteln. So, nun wißt ihr ein wenig (ist doch länger geworden) über mich.

Ich komm aussem Pott, dat is da woste die Meinung mitten im Gesicht geklatscht krist.
Jürgen

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