Landmale, Landschaft, Wahrzeichen und Zeitgefühl

Meine Gedanken spiegeln sich aber in denen mir von anderen Hördern erzählten wieder und somit scheine ich, der Redakteur von „Wir in Hörde“, nicht der Einzige so denkende „Hörder Bürger“ zu sein.

 

In welche geschmacklich verwirrte Richtung wird der Hörder Stadtumbau noch getrieben?

Gefunden!!

Bereits vor 11 Jahren (2004) wurde den Hörder ihre von weitem sichtbare „Fackel“ durch eine Sprengung, sie musste einem angeblichen Naherholungsgebiet (ich muss grade hämisch Lachen)  „Phoenix-See und Co.“, weichen. Naherholungsgebiet? Nein, hier wurde Grund und Boden verscherbelt unter dem Deckmäntelchen den Einwohner „etwas zu bieten“. Mal ganz davon abgesehen das es ein hochaufragender Schornstein war, hätte man diesen doch mit einer Beleuchtungsanlage auf dem oberen Rand ausstatten und im See stehen lassen können. Er hätte weiterhin den Hörder Himmel, leicht rot, beleuchtet und wäre so unserem Ort immer noch ein Wahrzeichen, eine Erinnerung an die Geschichte des Stahls gewesen und hätte weiterhin ein Zeitgefühl bei den Einwohnern vorgerufen.

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Auf der einen Seite der alte Hochofen und gegenüber die „Hörder Fackel“.

Vorher Pommes-Bude mit Gleisanschluß. Alt aber mit Charakter und passte nach Hörde - Heimatgefühl!
Vorher Pommes-Bude mit Gleisanschluß. Alt aber mit Charakter und passte nach Hörde – Heimatgefühl!

Dann war da noch „unsere Pommes-Bude am Gleis“ der alte Bahnhof.

Das ist nicht H

Heute eigentlich nur eine Betonkiste die unsinnig in der Landschaft steht und sich störend auswirkt. Eigentlich hätte man den Bahnhof besser in den Ortsteil integrieren können, etwas Fachwerk oder einfach nur eine angepasste Front hätten ihm gut getan.

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Und nun fällt ein weiteres Stück, der alte Bunker an der Fassstraße – wenn auch nicht sehr schön anzusehen und aus Kriegszeiten, Geschichte den Presslufthämmern der Bauarbeiter zum Opfer. Unser „altes gemütliches Hörde“ braucht ja unbedingt einen „Ich bin ja nicht blöd“ Media Markt, ein augenscheinliches  „Hochsicherheitstrakt-Gebäude“. Ich wohne seit meiner Geburt, im Jahre des Herrn 1957, hier in Hörde und bis vor ein paar Jahren gab es auch noch „mein Hörde“ und das war Heimat, nun allerdings verliere ich immer mehr den Bezug zu diesem Stadtteil. Nichts gegen Veränderungen, aber zu viel ist zu viel, besonders dann wenn man sich in seiner Heimat nicht mehr heimisch fühlen kann. Oder soll?

Meine Gedanken spiegeln sich aber in denen mir von anderen Hördern erzählten  wieder und somit scheine ich, der Redakteur von „Wir in Hörde“, nicht der Einzige so denkende „Hörder Bürger“ zu sein.

Jürgen

Jürgen

Beamter, Redakteur, Fotojournalist, Fotograf und Hörder bei Augen-Blicke Photos by J. Hüsmert
... mmhhhh über mir? Also es könnte evtl. wat längeres werden. 1957 geboren, naja Schule und sowat isja klar woll? Mit 6 vonne Elterns die erste Knipse bekommen, Plastik - im VW-Käfer hinten gelegen, am Strand - Nordsee - war sehr warm - also geschmolzen. Aber die paar Tage hatten gereicht um den Virus in meinen Kopp einzubringen. Jahre später kam ich in die Ausbildung, erstes Geld - gespart und dann nach Foto Porst - meine erste Spiegelreflex gekauft. Und ab die Post - knipseknipseknipse. War aber nicht so dolle und deshalb kam dann irgendwann eine "Yashica FR I". Die Jahre vergingen, Autos waren mir sehr wichtig, nee sind'se heute noch - nur nicht mehr soviel Hubraum - Frauen kamen und gingen, eine blieb hängen - ist immer noch da und das schon seit 1987 mit Ring. Tochter kam 1992 dazu und ich habe immer irgendwie geknipst. Bis Ende 2010, da habe ich mir die erste digitale Spiegelreflex zugelegt, eine SONY alpha 550 kurz danach ein Modellwechsel zu a77 und dann zur a99 Vollformat. Als BackUp die a6000, da die a57 nun meine Tochter nutzt. Reichlich Gläser und Kleinkram dazu. Und heute nehme ich mir viel Zeit bevor eine Aufnahme entsteht und das nennt man dann "Fotografieren", hinstellen durch den Sucher schauen und auslösen nennt man "knipsen". Dieses Hobby betreibe ich nun seit über 50 Jahren, mit kleineren und auch größeren Pausen und hin und wieder gehe ich mal angeln - so um mal etwas zu "chillen" - ein Scheißwort ist das als Umschreibung für das gute deutsche ausruhen!!!! Beruflich bin ich, nachdem ich zwei Ausbildungen als Großhandels- und EDV-Kaufmann hinter mich gebracht habe, mal verbeamtet worden. Auch so ein Krampfausdruck. Wenn alles gut geht gehe ich 09/2020 "vorzeitig" in Pension und dann rockt endlich wieder der Bär. Hoffentlich!!!!! Nebenberuf habe ich ganz vergessen; weil ich doch irgendwie mein Hobby das Fotografieren bezahlen musste habe ich einen Nebenjob angenommen und arbeite als freier Fotojournalist, u. a. für ein Dortmunder Regionalmagazin. Ich habe dabei einen Riesenspaß und bekomme den auch noch bezahlt. Wenn ich nicht schon, altersmäßig so Fortgeschritten wäre würde ich doch glatt noch umsatteln. So, nun wißt ihr ein wenig (ist doch länger geworden) über mich.

Ich komm aussem Pott, dat is da woste die Meinung mitten im Gesicht geklatscht krist.
Jürgen

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