Hörder und andere Köppe – Klaus Lenser, ein „Selbst-„ / Portrait

Klaus Lenser, ein Hörder Kopp eben, vielseitig verwendbar und auf Grund seiner vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten im Dortmunder Raum für uns wirklich kein unbekanntes Gesicht.

Klaus Lenser, ein Hörder Kopp eben, vielseitig verwendbar und auf Grund seiner vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten im Dortmunder Raum für uns wirklich kein unbekanntes Gesicht. Aber fangen wir doch mal am Anfang an, da war die Geburt – Anno 1952,  als ein echter Hörder Junge kam er natürlich im Bethanien-Krankenhaus zur Welt und seine Eltern entschlossen sich damals zu dem Namen Klaus, der Grundstein war gelegt. Ab hier ließ ich Klaus Lenser erzählen und mein Aufnahmegerät und ich hörten gespannt zu.

„Von da an ging es mir wie jedem anderen Kind auch; Schule war angesagt. Erst zur Volksschule Entenpoth und dann auf anraten der Lehrerin „ich erinnere mich noch gut an Frl. Köster“ so Klaus Lenser,  zum Humboldt Gymnasium. Damals gab es noch erst einen Probeunterricht, aber ich konnte mich als würdig erweisen und bekam so meine Chance und machte 1973 mein Abitur.

Lenser inne ca. 1968-70

Aufgewachsen bin ich auf der Gildenstraße, bei Lategahn, praktisch direkt über dem Material- und Sarglager haben wir gewohnt, erzählt er lachend weiter. Geld gab es nicht viel bei uns, mein Vater war ein einfacher Arbeiter bei Hoesch und meine Mutter ist dann auch arbeiten gegangen um, damals musste man alles – Bücher und das ganze Gebrauchsmaterial – noch selber bezahlen, mich zu unterstützen. Ich war gerade mal 15 Jahre als sie starb, das war hart für mich. Mein Vater konnte mich nicht groß unterstützen, da war ja auch noch meine ein Jahr ältere Schwester und so kam ich erstmals 1968 als DJ in‘s Hörder Gewerkschaftshaus. Damals – das an der Bollwerkstraße, da war an der Ecke der große Bau mit dem Spiegelsaal, das war der Wochenendtreff für die Jugendlichen aus dem Dortmunder Süden.

Da es aber nicht reichte bin ich, in den Ferien oder wenn sonst wie Zeit und Möglichkeit war, noch arbeiten gegangen; egal ob Baustellen schrubben, Prospekte austragen oder bei einem Umzugsunternehmen Klamotten schleppen – eben alles Mögliche. Als Student: „mein Studium machte ich an der Pädagogischen Hochschule Ruhr und an der Universität Bochum“;  war ich in den Semesterferien auch immer unterwegs, entweder als Postbote oder auch ein kleiner Job bei REWE Schulenburg als Auslieferungsfahrer und auch in einer Dosenfabrik in Brackel habe ich gejobbt. Ich habe also wirklich auch das Arbeiterleben kennen gelernt, es war ja nicht alles nur Schule, Musik und Radio, ich war immer unterwegs für die Kohle.

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Ja und im Schuldienst bin ich auch nun schon seit 1975 und mittlerweile seit 20 Jahren an der Geschwister-Scholl-Gesamtschule in Dortmund-Brackel.

Zwischendurch habe ich sogar Zeit gefunden um zu heiraten, seit 1975 bin ich verheiratet und Vater von zwei Töchtern, sowie Opa von drei Enkeln.

Ach ja meine vielen Neben- und Ehrenamtlichen Tätigkeiten; 1981 war ich am „Dortmunder Lesebuch“ zur Dortmunder Stadtgeschichte beteiligt und das zog dann wohl auch die Beteiligung an der Gründung der Geschichtswerkstatt nach sich.

Angeregt durch die freundliche Kritik einiger israelischer Jugendlicher die ich durch Hörde führen durfte, beteiligte ich mich dann 1988 an der Initiative zur Errichtung des Denkmals zur Erinnerung an die Nazi-Verbrechen gegen die jüdische Hörder Bevölkerung und die Zerstörung der Synagoge in der Pogromnacht von 1938.

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Als junger Lehrer bin ich dann das erste Mal mit dem Radio, „so als Macher“, in Verbindung gekommen. Damals gab es eine Sendung, den WDR-Lokalfunk Dortmund – Hörer machen Programm „Hitclub“ – da konnte man sich melden, vorbeikommen, Musik auflegen und ein bisschen im Radio erzählen. Da dachte ich mir „Klaus da machste mal mit“, also Platten zusammengesucht, etwas aktuelle Musik, New Wave und Punk – was man halt so kannte – und bin dann mit einem Pappkarton auf dem Fahrrad los.

Das kam gut an, so dass ich von 1988 bis 1995 nebenberuflich als freier Mitarbeiter beim WDR-Lokalfunk Dortmund in der Funkbude am Samstag die „Oldie-Ecke“ machte. Seit  18 Jahren bin ich bereits ehrenamtlicher Bürgerfunker im Bürgerfunk Dortmund auf Radio 91.2  und nunmehr 15 Jahre mit dem wöchentlichen „Dortmunder Musik- und Kulturmagazin“  (Domukuma) jeden Montag um 21.04 Uhr zu hören. Ich bin im achten Jahr Leiter des Schulradioprojekts an der Geschwister-Scholl-Gesamtschule und im sechsten Jahr Vorsitzender des „ardev“ Allgemeiner Rundfunkverein Dortmund sowie Mitglied der Veranstaltergemeinschaft Lokaler Rundfunk Dortmund e.V..

Dann wären da auch noch meine ehrenamtlichen Tätigkeiten für die Stadt Dortmund und Dortmunder Vereine, die Gedenkveranstaltung in der Bittermark, das Friedensfestival am Katharinentor oder auch für das Friedensfest in Dorstfeld. Hier im Ort mache ich die bekanntesten Feste, das Clarenbergfest, das Neumarktfest und das Hörder Brückenfest.

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„So, das war ein kleiner Einblick in das Leben und Treiben von Klaus Lenser, einem Hörder Kopp“, endet er – wieder lachend.“

 

Jürgen

Jürgen

Beamter, Redakteur, Fotojournalist, Fotograf und Hörder bei Augen-Blicke Photos by J. Hüsmert
... mmhhhh über mir? Also es könnte evtl. wat längeres werden. 1957 geboren, naja Schule und sowat isja klar woll? Mit 6 vonne Elterns die erste Knipse bekommen, Plastik - im VW-Käfer hinten gelegen, am Strand - Nordsee - war sehr warm - also geschmolzen. Aber die paar Tage hatten gereicht um den Virus in meinen Kopp einzubringen. Jahre später kam ich in die Ausbildung, erstes Geld - gespart und dann nach Foto Porst - meine erste Spiegelreflex gekauft. Und ab die Post - knipseknipseknipse. War aber nicht so dolle und deshalb kam dann irgendwann eine "Yashica FR I". Die Jahre vergingen, Autos waren mir sehr wichtig, nee sind'se heute noch - nur nicht mehr soviel Hubraum - Frauen kamen und gingen, eine blieb hängen - ist immer noch da und das schon seit 1987 mit Ring. Tochter kam 1992 dazu und ich habe immer irgendwie geknipst. Bis Ende 2010, da habe ich mir die erste digitale Spiegelreflex zugelegt, eine SONY alpha 550 kurz danach ein Modellwechsel zu a77 und dann zur a99 Vollformat. Als BackUp die a6000, da die a57 nun meine Tochter nutzt. Reichlich Gläser und Kleinkram dazu. Und heute nehme ich mir viel Zeit bevor eine Aufnahme entsteht und das nennt man dann "Fotografieren", hinstellen durch den Sucher schauen und auslösen nennt man "knipsen". Dieses Hobby betreibe ich nun seit über 50 Jahren, mit kleineren und auch größeren Pausen und hin und wieder gehe ich mal angeln - so um mal etwas zu "chillen" - ein Scheißwort ist das als Umschreibung für das gute deutsche ausruhen!!!! Beruflich bin ich, nachdem ich zwei Ausbildungen als Großhandels- und EDV-Kaufmann hinter mich gebracht habe, mal verbeamtet worden. Auch so ein Krampfausdruck. Wenn alles gut geht gehe ich 09/2020 "vorzeitig" in Pension und dann rockt endlich wieder der Bär. Hoffentlich!!!!! Nebenberuf habe ich ganz vergessen; weil ich doch irgendwie mein Hobby das Fotografieren bezahlen musste habe ich einen Nebenjob angenommen und arbeite als freier Fotojournalist, u. a. für ein Dortmunder Regionalmagazin. Ich habe dabei einen Riesenspaß und bekomme den auch noch bezahlt. Wenn ich nicht schon, altersmäßig so Fortgeschritten wäre würde ich doch glatt noch umsatteln. So, nun wißt ihr ein wenig (ist doch länger geworden) über mich.

Ich komm aussem Pott, dat is da woste die Meinung mitten im Gesicht geklatscht krist.
Jürgen

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