Der Hörder Sichtschutz? Nein, eine Blechkiste!

In welche geschmacklich verwirrte Richtung wird der Hörder Stadtumbau noch getrieben?

Oder mittlerweile, nach Fertigstellung, auch von zwei renommierten Hörder Architekten als die „Blechkiste“ bezeichnet. Der von ein paar wenigen Hördern auch als „Der Klotz“ benannte 130 Meter lange Bahnhofsumbau, wirkt sich im Nachhinein mehr negativ als positiv bei den Bewohnern aus.

Vorher Pommes-Bude mit Gleisanschluß. Alt aber mit Charakter und passte nach Hörde - Heimatgefühl!
Vorher Pommes-Bude mit Gleisanschluß. Alt aber mit Charakter und passte nach Hörde – Heimatgefühl!
Nachher nur noch eine Schlucht, ein Tunnel mit Himmelblick. Absolut unpassend im Hörder Stadtbild.
Nachher nur noch eine Schlucht, ein Tunnel mit Himmelblick. Absolut unpassend im Hörder Stadtbild.

Zum einen ist der gewohnte Blick zur anderen Seite, über die Gleise zu den „schönen“ alten Gründerzeithäusern total verbaut und zum anderen wirkt dieser „Klotz“ erdrückend. Als Autofahrer hat man das Gefühl durch einen Tunnel mit Himmelsblick zu fahren.

Die Rückseite zeigt das von der anderen Seite kein Blick mehr, über die Gleise zu den alten Häusern mehr möglich ist. Schließlich sieht man ja so auch nichts mehr vom Hörder Zentrum.
Die Rückseite zeigt das von der anderen Seite kein Blick mehr, über die Gleise zu den alten Häusern mehr möglich ist. Schließlich sieht man ja so auch nichts mehr vom Hörder Zentrum.

Und dann auch noch die Rückseite, dieser grauenhafte Anblick bietet sich den Bewohnern der Schildstraße ab jetzt tagtäglich. Ganz zu schweigen von den zurückgeworfenen Geräuschen der haltenden oder durchfahrenden Züge, die vorher einfach über oder an dem kleinen Bahnhof vorbei entschwinden konnten. Früher stand an der Stelle ein wenn auch verkommenes Bahnhofsgebäude, von den Bürgern auch „Pommesbude mit Gleisanschluss“ genannt, aber er passte doch irgendwie hier hin, eben in das Hörder Bild und versperrte in keine Richtung den Blick. Dieser Neubau hat ganz und gar nichts mehr mit Hörde zu tun, er passt einfach nicht her.

Das ist nicht mehr Hörde, das ist nur noch erdrückend.
Das ist nicht mehr Hörde, das ist nur noch erdrückend.

Ein unpersönliches kaltes Gewerbegebiet könnte einen solchen Bau beherbergen, aber doch nicht ein Ort wie Hörde. Wo haben die Stadtplaner nur hingeschaut als es um diese „Blechkiste“ ging? Hätte nicht eine dem Hörder Zentrum angepasste Fassade Mehrwert gehabt? Und hätte nicht auch ein äußerlich schöneres Gebäude einen Einkaufsmarkt beherbergen können? Eine repräsentative Onlineabstimmung der RuhrNachrichten von Anfang Juni 2012 ergab innerhalb der ersten 24 Stunden, bei einer Gesamtstimmenabgabe von 486 (Hörder?) Stimmen, folgende vorläufige Auswertung;

  • 16,05% – Der Neubau ist für meinen Geschmack optisch gelungen
  • 75,10% – Die Kritiker liegen richtig: Das ist eine hässliche Blechkiste
  • 8,85% – Das ist ein Einkaufszentrum. Da ist mir die Architektur egal.

Jetzt müssen die Hörder mit diesem baulichen Debakel des prämierten und teuren Architekten Diego Rodriguez über Generationen leben und diesen Anblick über sich ergehen lassen. Nun ist guter Rat teuer denn es wurden schon Millionen verbaut. Und wofür? Für ein“Blechkiste“!!!

Das ist nicht H
Das ist nicht mehr Hörde

Und die Stadt plante weiter; auf einer Seite sollte die Hörder Brücke neu gestaltet werden, eine „Sanfte Verbindung“ wird das genannt, Decks- und Bänke aus Holz die abends von innen heraus leuchten werden, sollen zum Innehalten anregen? Aber auf der anderen Seite steht „eine Blechkiste – ein Betonklotz“ der einem die Lust dazu gehörig verdirbt! In welche geschmacklich verwirrte Richtung wird der Hörder Stadtumbau noch getrieben?

 

Jürgen

Jürgen

Beamter, Redakteur, Fotojournalist, Fotograf und Hörder bei Augen-Blicke Photos by J. Hüsmert
... mmhhhh über mir? Also es könnte evtl. wat längeres werden. 1957 geboren, naja Schule und sowat isja klar woll? Mit 6 vonne Elterns die erste Knipse bekommen, Plastik - im VW-Käfer hinten gelegen, am Strand - Nordsee - war sehr warm - also geschmolzen. Aber die paar Tage hatten gereicht um den Virus in meinen Kopp einzubringen. Jahre später kam ich in die Ausbildung, erstes Geld - gespart und dann nach Foto Porst - meine erste Spiegelreflex gekauft. Und ab die Post - knipseknipseknipse. War aber nicht so dolle und deshalb kam dann irgendwann eine "Yashica FR I". Die Jahre vergingen, Autos waren mir sehr wichtig, nee sind'se heute noch - nur nicht mehr soviel Hubraum - Frauen kamen und gingen, eine blieb hängen - ist immer noch da und das schon seit 1987 mit Ring. Tochter kam 1992 dazu und ich habe immer irgendwie geknipst. Bis Ende 2010, da habe ich mir die erste digitale Spiegelreflex zugelegt, eine SONY alpha 550 kurz danach ein Modellwechsel zu a77 und dann zur a99 Vollformat. Als BackUp die a6000, da die a57 nun meine Tochter nutzt. Reichlich Gläser und Kleinkram dazu. Und heute nehme ich mir viel Zeit bevor eine Aufnahme entsteht und das nennt man dann "Fotografieren", hinstellen durch den Sucher schauen und auslösen nennt man "knipsen". Dieses Hobby betreibe ich nun seit über 50 Jahren, mit kleineren und auch größeren Pausen und hin und wieder gehe ich mal angeln - so um mal etwas zu "chillen" - ein Scheißwort ist das als Umschreibung für das gute deutsche ausruhen!!!! Beruflich bin ich, nachdem ich zwei Ausbildungen als Großhandels- und EDV-Kaufmann hinter mich gebracht habe, mal verbeamtet worden. Auch so ein Krampfausdruck. Wenn alles gut geht gehe ich 09/2020 "vorzeitig" in Pension und dann rockt endlich wieder der Bär. Hoffentlich!!!!! Nebenberuf habe ich ganz vergessen; weil ich doch irgendwie mein Hobby das Fotografieren bezahlen musste habe ich einen Nebenjob angenommen und arbeite als freier Fotojournalist, u. a. für ein Dortmunder Regionalmagazin. Ich habe dabei einen Riesenspaß und bekomme den auch noch bezahlt. Wenn ich nicht schon, altersmäßig so Fortgeschritten wäre würde ich doch glatt noch umsatteln. So, nun wißt ihr ein wenig (ist doch länger geworden) über mich.

Ich komm aussem Pott, dat is da woste die Meinung mitten im Gesicht geklatscht krist.
Jürgen

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